Gougères – vive la Bourgogne!

Ich liebe Frankreich, ich liebe Burgund und ich kann von Gougères nicht genug bekommen. In Burgund gibt es sie oft im Rahmen einer Weinverkostung. Dieses kleine Käse-Windgebäck ist auch ein idealer Wegbegleiter zu jedem Aperitif (am besten schmeckt es mir zu Kir, einem typisch burgundischem Getränk, bestehend aus Johannesbeer-Likör und trockenem Weißwein). Die Gougères mache ich immer nach Rezept, und weiche keinen Millimeter davon ab . . .

Zutaten: (für ca. 8-10 Personen zum Aperitif)
• 130 g Butter (ich verwende Bio-Yoghurt-Butter)
• ¼ l Wasser
• ½ Teelöffel Salz
• ein bisschen Cayennepfeffer
• etwas geriebene Muskatnuss
• etwas Pfeffer
• 120g Mehl, gesiebt (ich verwende glattes Bio-Weizenmehl)
• 4 Eier
• 150g Greyerzer (= Gruyère), gewürfelt (als Ersatz habe ich die Gougères auch schon mit einem gschmackigen Bergkäse gemacht. Den Greyerzer gibt es bei uns am Land eher selten, Billa/Merkur haben ihn fallweise . . .)

Die Zubereitung . . .
. . . ist relativ einfach und schnell. Und wenn man genau nach Rezept arbeitet, kann eigentlich nix schief gehen.

Ich heize mir den Ofen auf ca. 200° vor (ich nehme vorher das Backblech heraus)

Dann nehme ich einen Topf und gebe die Butter und das Wasser und die Gewürze (Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer und Muskatnuss) dazu.
Ich verrühre alles und bringe es zum Kochen.

Nach dem Kochen gleich vom Herd nehmen oder Flamme abdrehen und das Mehl hineinstürzen und fest mit einem Kochlöffel (ich verwende übrigens aus purer Überzeugung Holz-Kochlöffel) durchrühren (ca. 2 Minuten lang rühren) bis sich der Teig vom Topf löst.

Dann lasse ich die Masse etwas auskühlen.

In der Zwischenzeit bereite ich mir das Backblech vor. Ich spritze es mit meiner Blumenspritze ein und lege das Backpapier drauf, damit es haften bleibt und nicht rutscht.

Dann nehme ich den Topf mit dem Teig und stecke kurz den (gewaschenen) Finger hinein, ob die Masse genug ausgekühlt ist. Wenn sie sich nicht mehr heiß anfühlt, ist es genau richtig.

Jetzt kommen die Eier und der Greyezer dazu.

Ich schlage die Eier am Topfrand auf und rieche dran (es kann schon mal passieren, dass ein faules Ei dabei ist, selten aber doch . . .), bevor ich sie dazugebe.

Der Teig wird wieder kräftig mit dem Kochlöffel gerührt, bis er so richtig schön glänzt und keine Klumpen mehr hat.

Anschließend gebe ich noch den gewürfelten Greyerzer hinein und rühre nochmal gut durch.

Danach nehme ich 2 Esslöffel (wenn man kleinere Gougère haben will, gehen auch 2 Teelöffel). Mit dem einen Esslöffel nehme ich etwas von der Masse aus dem Topf, mit dem 2. Esslöffel streife ich die Masse aufs Backpapier.

Der Ofen ist mittlerweile gut vorgeheizt, die Gougères kommen hinein und werden bei 200° ca. 15 Minuten gebacken, dann die Temperatur runterdrehen auf ca. 175° und nochmal ca. 15-20 Minuten fertigbacken. Die Gougères sollten nicht zu dunkel werden. Goldbraun ist perfekt. Innen sollen sie noch etwas weich sein!

Et voila! Kostprobe. Superbe!
Die Gäste können kommen, der Wein (ein Aligôte aus Burgund) und der Cassis (Johannesbeerlikör) sind eingekühlt . . .

Sollten Sie einmal eine Reise nach Frankreich, vorzugsweise Burgund, planen, dann empfehle ich den Besuch eines wirklich guten Restaurants, z. B. das Pierre et Jean in Chagny (nähe Beaune). Bestellen Sie dort einen Aperitif (ich empfehle Kir), dann bekommen Sie unter anderem wunderbare Gougères dazu . . . In diesem Sinne: Bon Appetit!

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