Kräftige Gemüsesuppe für eiskalte Jänner-Tage . . .

„Polévka je Grund“ pflegen meine Eltern (und mittlerweile auch ich) zu sagen, was in tschechischer Sprache ungefähr so viel bedeutet, wie: die Suppe ist die Basis. Und, eine Küche ohne Suppe kann ich mir auch gar nicht vorstellen. Meine kräftige Winter-Gemüse-Suppe kann übrigens auch als Hauptgang, quasi als Eintopf, gegessen werden . . .

Zutaten: (für ca. 4 Personen)
1 kleine Zwiebel
1 Knolle Knoblauch
3-4 Karotten
1 Scheibe (ca. 1 cm dick) Zeller
1/2 Karfiol
6-8 Kohlsprossen
3-4 Erdäpfel
2 Eier
1 Handvoll dicke Suppennudeln
2 Esslöffel Butter zum Anschwitzen
Wein (Grüner Veltliner) zum Säuern (Essig oder Zitrone nehme ich auch manchmal)
1 l Wasser
Gewürze: Salz, Pfeffer, Kümmel (ganz), Lorbeer-Blätter
Majoran (getrocknet), mein selbstgemachtes Suppen-Gemüse-Trocken-Pulver

Zubereitung:
Zuvor schneide ich die Zwiebel, 4-5 Knoblauchzehen, den Karfiol, die Karotten, den Zeller in ganz kleine Sücke (wie die Zwiebel), die Kohlsprossen nur in die Hälfte (oder ganz lassen) – je vielfältiger das Gemüse, umso besser die Suppe. Sie können natürlich noch anderes Wurzelgemüse dazunehmen, oder Hülsenfrüche: ich gebe manchmal auch Erbsen und Fisolen hinein . . .

Dann nehme ich einen weiten Topf und gebe ungefähr 2 Esslöffel Butter hinein. Die Butter ist beim Gemüsesuppen-Machen das große Geheimnis. Butter hat die Eigenschaft, geschmacklich das Beste aus jedem Gemüse herauszuholen. Und man kann getrost auf Geschmacksverstärker (diverse fertige Gemüsepulver aus dem Handel) verzichten. Es darf nur nicht zu sehr gebräunt werden, also immer wieder rühren.

Das gesamte, zuvor geschnittene, Gemüse wird in der Butter angebraten – die Erdäpfel jedoch nicht mit anbraten (ich habe die Erfahrung gemacht, dass, wenn ich die Erdäpfel mit anbrate, manche nicht ganz durch werden und außerdem löst sich die Kartoffelstärke, die ich ja zum Großteil auch für die Sämigkeit der Suppe brauche, nicht so gut . . .) – die kommen später dran!

Den Majoran  . . .

. . . und den Kümmel auch . . .

. . . mit anbraten und immer wieder rühren! Wenn das Gemüse eine dezente Bräune hat, lösche ich das Gemüse mit dem Wasser ab.

Dann nehme ich ca. 1/8 (oder mehr) vom Grünen Veltliner (und zwar dem vom Seidl aus Alberndorf: das ist nämlich, meiner Meinung nach, der beste und ehrlichste Grüne Veltliner, den es im Moment aus dem Weinviertel gibt) . . .

. . . und lasse die Suppe richtig aufkochen und mit offenem Deckel ca. 1-2 Minute lang kochen. Danach gebe ich 3 Loorbeer-Blätter, Salz (ca. 1 Esslöffel) und mein Gemüse-Suppen-Trocken-Pulver (1-2 Esslöffel) dazu, gebe den Deckel drauf und drehe die Flamme auf klein. Es soll nicht sprudelnd kochen sondern nur leicht vor sich herköcheln.

In der Zwischenzeit schäle ich und schneide 3 mehlige Erdäpfel klein und gebe sie zur Suppe dazu. Die Suppe lasse ich ungefähr 15 Minuten lang weiterköcheln. Danach koste ich die Erdäpfel, ob sie schon weich sind. Passt!  So, jetzt kommt ungefähr ein Drittel der Suppe in einen Behälter (zum Mixen) – Achtung, dass keine Lorbeer-Blätter mitkommen.

Ich mixe das Ganze auf und . . .

. . . leere es in die köchelnde Suppe wieder zurück.

Dann kommen noch die Suppennudeln dazu (1 Handvoll, man kann auch mehr nehmen . . .)

Zum Schluss kommen noch der Pfeffer und 2 Knoblauchzehen, zerdrückt  mit etwas Salz, zur Suppe dazu (Knoblauch und Pfeffer immer erst zum Schluss dazugeben, da sie nach längerem Kochen das Aroma zum Teil verlieren).
Rühren und kosten. Je nach Bedarf noch nachwürzen. Fehlt es an Säure, gebe ich noch einbisschen Wein oder Zitrone dazu. Fehlt es an Süße, gebe ich 1 Teelöffel Honig dazu usw.

Und, jetzt noch die Krönung: 2 Eier in die Suppe hineinschlagen und sie einbisschen durchziehen lassen . . .

. . . und nicht verrühren. Erst so nach ungefähr 1-2 Minuten, 2 Mal mit dem Kochlöffel durchrühren und das Ei etwas zerteilen.

Und fertig! Der Zeitaufwand ist in allem (samt Kochzeit und Vorbereitungszeit) ca. eine 3/4 Stunde. Wobei das Schneiden und Putzen des Gemüses einiges an Zeit in Anspruch nimmt.

Dazu  passt sehr gut das Stapel-Brot oder ein Butterbrot oder ein Ditta-Brot oder Vollkorn-Brot. 2 Teller Suppe an so einem kalten Jänner-Tag und man ist gestärkt und gesättigt!

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