Roggen-Sauerteig will gefüttert werden

Petzis Garten und Küche: Roggen-Sauerteig hausgemacht

Ich finde, dass ein Schwarzbrot ohne Sauerteig fad schmeckt (ist jetzt aber eine rein subjektive Meinung – bei Ihnen ist das vielleicht ganz anders . . .). Fallweise mache ich Brot selbst, und das auch mit hausgemachtem Sauerteig. 

Inspiriert zum eigenen Sauerteig hat mich Lenka (meine in Australien lebende Cousine). Als sie mir das Rezept dazu gegeben hat, war ich anfangs überfordert, weil es sich einfach wahnsinnig kompliziert angehört hat. Deshalb ruhte einmal die Idee mit dem eigenen Sauerteig. Ungefähr ein Jahr später, habe ich Bilder von Lenkas Broten gesehen, und ab da konnte ich nicht mehr widerstehen, selbst einen Sauerteig zu probieren. Ich war erstaunt, wie einfach die Sache doch eigentlich ist . . .

Ich nehme dazu:
1 Schraubglas (ehemaliges Gurkenglas)
Roggenmehl
Lauwarmes Wasser (30-40°)

Sauerteig braucht Zeit: 5 Tage

Tag 1:

Schraubglas hernehmen, 5 gehäufte Teelöffel Roggenmehl hineingeben,
etwas lauwarmes Wasser dazu, und kräftig durchrühren:

Der Teig sollte nicht zu trocken und nicht zu flüssig werden. Wenn ich mit dem Löffel ohne Mühe durchrühren kann, ist es perfekt.

Deckel drauf, aber nur drauflegen, nicht zuschrauben und das Glas einfach irgendwo in der Küche (warm) hinstellen.


Tag 2:

Schraubglas aufmachen, 5 gehäufte Teelöffel Roggenmehl hineingeben und wieder etwas lauwarmes Wasser, kräftig durchrühren und Deckel drauf.


Tag 3:

Jetzt kann man schon schön sehen, wie der Sauerteig arbeitet
(Bläschen, siehe Bild oben)

Und wieder nehme ich 5 gehäufte Teelöffel Roggenmehl und gebe sie hinein mit etwas lauwarmen Wasser, und kräftig durchrühren (heute habe ich eine Helferin; Kinder lieben diese Pantscherei . . .) und Deckel drauf.

 

Tag 4:

 

Die selbe Prozedur erneut: 5 gehäufte Teelöffel Roggenmehl, etwas lauwarmen Wasser, wieder kräftig durchrühren und Deckel drauflegen.
Das Glas ist fast voll. Und morgen wird er fertig sein.

 

Tag 5:

Und fertig: Hier schön zu sehen, wie der Sauerteig gearbeitet hat. (Deshalb den Deckel nur drauflegen, nicht zuschrauben).

Wenn der Sauerteig fertig ist, macht er schon größere Blasen und riecht etwas säuerlich. (Er sollte aber nicht kaputt riechen. Da vertraue ich schon auf meine Nase. Wenn’s wirklich stinkt, ist etwas schiefgelaufen bei der Gärung, dann den Sauerteig wegwerfen.)

Einen Teil vom fertigen Sauerteig verwende ich gleich für ein Veltliner-Brot. Der Rest kommt samt Schraubglas in den Kühlschrank. Dort hält sich Sauerteig lang, vorallem, wenn man ihn hin und wieder mit Mehl und Wasser„nachfüttert“  und fallweise durchrührt  . . .

Das Veltliner-Brot gibt’s dann im nächsten Beitrag . . .

Gutes Gelingen!

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